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Chronic des Spielmannzugs

Spielmannzug Spielmannzug

Im Jahr 1952, vor knapp 60 Jahren, als die Deutschen mit dem Wiederaufbau beschäftigt waren, beschlossen die Vereinskameraden des Bürgerschützenvereins Werste Gerhard Meinert und Fritz Ober-Sundermeyer einen Spielmannszug zu gründen.

 

Das Interesse an der Musik hatten dann auch weitere Schützenkameraden, sodass eine Gruppe von 15 Leuten begann, sich im Musizieren zu üben. Dafür benötigte man natürlich auch die passenden Instrumente, die auch damals schon nicht ganz billig waren. Der Kamerad Heinrich Bekemeier ließ es sich jedoch nicht nehmen, die Musiker mit einer großzügigen Spende zu unterstützen.

Spielmannzug in den 1970ern Spielmannzug in den 1970ern

Schon bald stellten sich die ersten Erfolge bei Wettstreiten und Auftritten bei befreundeten Schützenvereinen ein, was bewundernswert war, da man nur erschwert arbeiten konnte. Einen festen Übungsraum gab es nämlich noch nicht, man übte mal hier und mal da. Der damalige amtierende Vereinswirt der Gaststätte "Zum Lopohl", Paul Lomberg, stellte dann einen Raum zur Verfügung. Dieser, auch Musiker von Herzen, unterstützte die Musik, wo er konnte. Aber auch andere Kameraden, wie Fritz Kramer und Horst Hübner, erwarben sich in diesen Zeiten besondere Verdienste in der Musik. Doch ohne die Spezialisten, die sich um das Einüben der Stücke und die Ausbildung des Nachwuchses kümmern, geht in einem Spielmannszug wenig. Diese waren seinerzeit die Kameraden August Brinkmann für die Flöten sowie Gerhard Meinert und Fritz Ober-Sundermeyer für die Trommler.

 

Spielmannzug in den 1960ern Spielmannzug in den 1960ern

An dieser Stelle sei der Stadt Bad Oeynhausen ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen. Sie ermöglichte es dann später, die musikalischen Übungsabende zunächst in den Kellerräumen des alten Rathauses und später in der Grundschule Werste abhalten zu können.

 

In den Sechziger Jahren wurde dann das musikalische Repertoire ständig erweitert und dem Nachwuchs der Einstieg in den Spielmannszug ermöglicht. Immer mehr Kinder und Jugendliche fanden nun Gefallen an der so genannten "Knüppelmusik", wie sie oft "liebevoll" genannt wird, sodass die Mitgliederzahl in den frühen Siebzigern auf über 40 anstieg.

Nun kamen die „Jungen" ans Werk. Der inzwischen zum Spielmannszugleiter und Stabführer aufgestiegene Wolfgang Witte, übernahm das Einüben der Melodieninstrumente und weitete diesen Bereich auf teilweise 4-stimmige Stücke aus. Michael Romming übernahm die Taktinstrumente. Ein genaues Einstudieren nach Noten war nun Voraussetzung für einen im Musikalischen sehr guten Spielmannszug. Diese System wird auch heute noch angewandt, sodass seit jener Zeit bis heute, neben der Marschmusik, gut anzuhörende Konzerte gegeben werden können.